Moby live @ Filmnächte am Elbufer Dresden
"We Are All Made Of Stars"

Das Moby Konzert bei den Filmnächten in Dresden war magisch. Als wir gegen kurz nach 20 Uhr über die Tribüne und die Treppe das Gelände erreichten, waren wir erst mal sprachlos: So viele fröhliche Menschen. Und die Vorfreude wurde belohnt: Moby und Band waren an dem Abend extrem gut drauf, spielten alle großen Hits und brachten das Publikum zum Beben.
Moby nahm, wie gewohnt, auch bei politischen Themen kein Blatt vor den Mund. Er warnte die Zuschauenden, die Demokratie in Deutschland um jeden Preis zu verteidigen, und nutzte unter anderem ein eingespieltes Statement von Jane Goodall dafür, seinen Kampf und Einsatz für die Tiere und für eine vegane Welt zu betonen.
Titel wie "Bodyrock", "This World" und "Go" brachten den trotz der Hitzewellen der vergangenen Wochen überraschend wenig staubigen Kessel an der Elbe zum Kochen. "Why Does My Heart Feel So Bad?" sorgte für gemeinschaftlich erlebte nachdenkliche Stimmung. Und spätestens als dann auch noch sein Freund David Bowie Erwähnung fand und "Heroes" erklang waren alle hin und weg. "We are all made of stars" riss die letzten Dämme ab und es flossen Tränen der Glückseligkeit. Voll Wehmut, Glück und guter Stimmung war dieser Abend mit einem der größten Ausnahmekünstler unserer Zeit. Für mich bisher definitiv das Event des Jahres. Anders kann ich es wohl nicht in Worte fassen.
Mein Event des Jahres bis jetzt!
Die Stimmung insgesamt war etwas Besonderes, was man so bei nicht vielen Shows, vor allem dieser Größe, erlebt. Ein Gefühl von Zusammengehörigkeit und ging durch die Reihen, man fühlte sich verbunden in Nostalgie, Widerstand und Musik. Fast wie bei einem Rave Anfang der 2000er. Dorthin fühlte ich mich tatsächlich immer wieder zurückversetzt, was dem Abend ein weiteres strahlendes Element verlieh. Auch, wenn es mir sicher wie vielen ging und sich der Morgen danach noch etwas schlapp anfühlte, werde ich davon sicher noch lange zehren.
Das Event war ausverkauft und dennoch war alles hervorragend organisiert. Die Securitys waren freundlich und stellten dennoch immer klar: Die Fluchtwege müssen freibleiben. Auch Sanis waren immer in Sichtweite, was bei dem heißen Wetter doch ein ziemlich beruhigendes Gefühl mitbrachte. Das habe ich bei Konzerten dieser Größe durchaus schon anders erlebt.
Als Überraschung gab es dann bei der letzten Zugabe auch noch einen Gastauftritt von WestBam. Beim Publikum, sorgte das für einen neuen Euphorieschub. Es ließ die tanzende Menge kurz vor dem Schlussakkord noch einmal ordentlich ausrasten.
Danke fürs Organisieren, Snowhite PR! Diesen Abend werde ich ganz sicher nie vergessen! 🖤



