Soundsvegan Logo

soundsvegan.com

    "Atomkraft? Nein Danke!"

    Darum lehnt Green Planet Energy Atomstrom ab

    Affiliate-Links *
    Beitrag von Anne
    07.02.2024 — Lesezeit: 2 min
    "Atomkraft? Nein Danke!"
    Bild/Picture: © Green Planet Energy

    Sönke Tangermann, Vorstand bei Green Planet Energy äußerte sich jetzt zum Bau neuer Atomkraftwerke: "Es ist an der Zeit, sich endlich von der teuren und gefährlichen Atomenergie zu verabschieden!" Auslöser für sein Statement war das neue Atomkraftwerk Hinkley Point C, welches der französische Konzern Électricité de France (EDF) im Süden Englands baut. Die Arbeiten am Meiler verzögern sich derzeit immer weiter.

    Die Ökoenergiegenossenschaft Green Planet Energy gab dazu vor ein paar Tagen eine Meldung heraus. Sie hatte bereits 2015 vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die Subventionierung des Atomkraftwerks aus Steuermitteln geklagt. Gerade wurde bekannt, dass sich der Bau erneut verlängert und das Projekt deutlich mehr kosten wird als bisher angenommen.

    Atomkraft hat mit Zukunft nicht zu tun

    Für Sönke Tangermann ein weiterer Grund, die Atomkraft jetzt zu stoppen und auf erneuerbare Technologien zu setzen. Der Green Planet Vorstand äußerte sich in der aktuellen Pressemitteilung wie folgt:

    Sönke Tangermann, Vorstand Green Planet Energy. Bild/Picture: © Green Planet Energy
    Sönke Tangermann, Vorstand Green Planet Energy. Bild/Picture: © Green Planet Energy

    "Es ist ein absoluter Irrsinn, dass im Jahr 2024 noch immer Staatsgelder für den Bau von Atomkraftwerken eingesetzt werden. Diese gefährliche Technologie gehört der Vergangenheit an. Sie birgt nicht nur große Risiken für Mensch und Umwelt, sondern ist auch viel zu teuer. Die Mär vom günstigen Atomstrom entlarvt sich gerade selbst: Das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C droht, zum Milliardengrab zu werden – und das trotz aller Warnungen, die es im Vorfeld gab. Mit unserer Klage vor dem EuGH haben wir schon 2015 auf die Marktverzerrung durch Staatsgelder für Atomkraft hingewiesen, leider waren wir damit erfolglos. Das Gericht hat seine Entscheidung damals im Wesentlichen auf formale Gründe gestützt, ist aber auf unser Kernargument nicht eingegangen. Hinkley Point C muss uns eine Lehre sein: Atomkraft ist keine zukunftsfähige Lösung."

    Dass Atomkraft weder zukunftsfähig noch ungefährlich ist, sollte spätestens seit dem Kraftwerksunglück in Fukushima und den Schwierigkeiten, ein Endlager für den radioaktiven Müll zu finden, klar sein. Dennoch ist die Lobby stark und hat nun mit dem Klimawandel ein neues Scheinargument gefunden. Weil Atomkraft das Klima nicht durch Abgase beeinflusst, rückt die bedrohliche Problematik der radioaktiven Stoffe offenbar immer weiter in den Hintergrund und die Atomkraft findet sogar wieder neue Anhänger*innen. Sönke Tangermann sieht das komplett anders. Er sagt:

    "Die Zukunft gehört den Erneuerbaren – sie sind günstig, effizient und klimafreundlich. Mit Erneuerbaren können wir die Wertschöpfung vor Ort steigern und unsere Energieunabhängigkeit verbessern. Und das ohne die verzweifelte Suche nach einem Endlager und die Gefahr eines Super-GAUs. Wir müssen die Verschwendung von Staatsgeldern in diese Technologie und die politischen Scheindebatten um Atomkraft endlich beenden."

    Wer sich aktiv gegen den Bau von Atomkraftwerken einsetzen möchte, demonstriert gegen Atomkraft unterschreibt Petitionen, wählt die entsprechenden Parteien und wechselt den Stromanbietenden. Ich beziehe meinen Strom, bereits seit ich in meine erste Wohnung gezogen bin, über Green Planet Energy (früher Greenpeace Energy). Hier bin ich mir sicher, dass der Strommix ausschließlich aus erneuerbaren Quellen stammt und mein Geld nicht in der Kasse der Atomlobby landet.

    Einfach mal vergleichen?

    Bestimmt haben einige von Euch bereits einen ähnlichen Weg gewählt. Falls Ihr Euch informieren möchtet, verlinke ich Green Planet Energy hier dennoch mal für Euch. Ein Vergleich lohnt sich schließlich immer – auch im Hinblick auf den Preis übrigens, der ist bei Green Planet Energy schon immer fair und auch im Moment vergleichbar niedrig.

    Green Planet Energy eG wurde 1999 unter dem Namen Greenpeace Energy e. V. gegründet. Heute versorgt die nicht profitmaximierend arbeitende Genossenschaft über 200.000 Haushalte und Firmen mit Ökostrom und Ökogas. Mit den mehr als 35.000 Mitgliedern arbeitet Green Planet politisch an der Energiewende und verwirklicht Windkraft-, Solarenergie-, Mieterstrom- sowie Wärmeprojekte. Auch in diesen Punkten unterscheidet sich die Genossenschaft von den meisten anderen Stromliefernden.

    Bilder/Pictures: © Green Planet Energy (Titel: Windpark Ketzin, OpenGraph: Windpark Buchhain)

    Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Der Inhalt und meine Meinung wurden dadurch nicht beeinflusst. Infos zum Thema Werbekennzeichnung in meinem Blog findet Ihr auf meiner Transparenz-Seite.

    © 2024 · soundsvegan.com · Anne Reis