Veganes Brainfood von braingood
BioMe+ und BOOST+ für die Darm-Hirn-Achse

Die Darm-Hirn-Achse ist gerade gefühlt überall Thema. Auf TikTok, Instagram, in Podcasts, und Supplement-Shops kann man sich darüber informieren. Als mich Alfonso von braingood kontaktierte und fragte, ob ich seine Marke gerne testen möchte, war ich daher ziemlich gespannt, was mich erwarten würde. Ich habe die beiden Produkte BioMe+ und BOOST+ ausprobiert und mir gleichzeitig angesehen, was wirklich drinsteckt, welche Studien hinter den Versprechen stehen und wie man das Thema Darm-Hirn-Achse einordnen kann. So viel schon mal vorweg: Beide Produkte sind selbstverständlich zu 100 Prozent vegan.
Darum geht es in diesem Artikel:
- Das steckt hinter braingood BioMe+ und BOOST+
- braingood BioMe+ im Test
- Die Inhaltsstoffe von BioMe+ im Detail
- braingood BOOST+ im Test
- Die Inhaltsstoffe von BOOST+ im Detail
- Das sagen die Studien
- Das gilt in Deutschland für Nahrungsergänzungsmittel
- Preis, Abo und Alltagstauglichkeit
- Das ist braingood
- Für wen die braingood Produkte gemacht sind
- Fazit: BioMe+ und BOOST+ überzeugen!
Hinweis: Dieser Beitrag enthält Werbung. Die Produkte wurden mir kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Inhalt und meine Meinung wurden dadurch nicht beeinflusst. Wenn ihr euren Einkauf im braingood Onlineshop über die Links in diesem Artikel macht, erhalte ich einen kleinen Betrag. Ihr unterstützt damit Sounds Vegan aktiv und helft mir dabei, dass ich die Seite weiter betreiben und optimieren kann. Vielen herzlichen Dank dafür!
Das steckt hinter braingood BioMe+ und BOOST+

braingood verkauft aktuell zwei Produkte, die gemeinsam ein Konzept ergeben sollen. BioMe+ ist ein synbiotisches Pulver in Sachets, also eine Mischung aus Bakterienkulturen, Ballaststoffen und Magnesium, gedacht für die tägliche Einnahme über einen längeren Zeitraum. BOOST+ ist ein pflanzlicher Energy-Shot mit Koffein aus Guarana, entwickelt für den einzelnen Moment, in dem ihr wach und konzentriert sein wollt.
Das Unternehmen fasst das unter der Überschrift "Darmgesundheit trifft Hirnleistung" zusammen und beschreibt sich selbst als Experten für die Darm-Hirn-Achse. Gemeint ist damit die Kommunikation zwischen Verdauungstrakt und Gehirn, die unter anderem über den Vagusnerv, das Immunsystem, Hormone und kurzkettige Fettsäuren läuft. Dass es diese Verbindung gibt, ist in der Forschung unstrittig. Wie stark sich ein einzelnes Nahrungsergänzungsmittel darauf auswirkt, ist eine ganz andere Frage, und dazu komme ich weiter unten ausführlich.
Wichtig für euch zur Einordnung: Beide Produkte sind Nahrungsergänzungsmittel und gelten damit rechtlich als Lebensmittel. Sie sind keine Medikamente, sie ersetzen keine ärztliche Behandlung und sie mussten auch kein Zulassungsverfahren durchlaufen. Dazu gleich mehr.
braingood BioMe+ im Test

BioMe+ erhaltet ihr als Pulver in einzelnen Sachets à 4 Gramm, 30 Stück pro Packung. Die Anwendung ist denkbar einfach: Ihr rührt ein Sachet in 50 bis 100 Milliliter Wasser ein, lasst das Gemisch für drei Minuten stehen, rührt anschließend noch mal um und trinkt es. braingood empfiehlt die Einnahme auf nüchternen Magen, idealerweise mindestens zwei Stunden vor oder nach einer Mahlzeit.
Wichtig: Die drei Minuten Wartezeit sind kein Marketing-Gag. Sie sollen den getrockneten Mikroorganismen Zeit geben, sich zu rehydrieren, bevor sie den Magen passieren. Ich empfehle euch also, sie einzuhalten.
Sofort positiv aufgefallen ist mir, wie gut ich die Sachets vertrage. Das ist bei Produkten mit Inulin und Fructooligosacchariden keine Selbstverständlichkeit. Beides wird nämlich im Dickdarm vergoren und kann mitunter bei empfindlichen Personen wie mir zu Blähungen führen. Bei mir war das kein Thema. Der Geschmack ist angenehm zurückhaltend. Ich würde ihn als leicht vanillig bezeichnen. braingood hat ganz bewusst auf das Hinzufügen von Aromen verzichtet, da die dafür nötige zusätzliche Feuchtigkeit die Stabilität der Kulturen verringern würde. Ich finde das gut nachvollziehbar und setze in diesem Bereich lieber auf Qualität als auf irgendeinen überdeckenden Himbeer- oder Zitronengeschmack, der bei der kleinen Menge, die ich hier trinke, in meinen Augen ohnehin nicht nötig ist.
Der entscheidende Punkt für mich war ein ganz anderer. Ich kann mir vorstellen, BioMe+ über einen längeren Zeitraum zu nehmen. Bei vielen Supplements weiß ich schon nach einer Woche, dass ich sie nicht durchhalte, weil der Geschmack nervt, die Einnahme umständlich ist oder mein Magen streikt. Hier fällt keiner dieser Punkte an. Die Sachets sind klein genug, um sie in die Tasche zu stecken, und die Lagerung bei Raumtemperatur macht das Mitnehmen unkompliziert.
Ehrlich bleibe ich trotzdem bei dem, was ich beurteilen kann: Verträglichkeit, Geschmack, Handhabung. Alles, was über Wochen und Monate im Mikrobiom passiert, lässt sich ohne Laborwerte schlicht nicht seriös behaupten. Ich vertrage die Sachets gut, mir geht es damit hervorragend und ich werde sie mir wieder besorgen. Natürlich könnt ihr beim Testen einen komplett anderen Eindruck haben, für mich hat es sich jedoch wirklich gelohnt.
BioMe+ jetzt im braingood Shop ansehen!
Die Inhaltsstoffe von BioMe+ im Detail

Die vollständige Zutatenliste von BioMe+ lautet:
- Bakterienstämme (Lactobacillus rhamnosus, Lactobacillus helveticus, Bifidobacterium longum, Bifidobacterium animalis subsp. lactis, Lactiplantibacillus plantarum)
- Magnesiumglycerophosphat
- Fructooligosaccharide
- Inulin
- Maltodextrin
Pro Sachet à 4 Gramm stecken laut braingood darin:
- Lebende Mikroorganismen: mehr als 30 Milliarden KBE
- Ballaststoffe und Präbiotika (Inulin, FOS): 2,5 g
- Magnesium: 60 mg
- Kohlenhydrate: 3,5 g, davon Zucker 0,2 g
- Kalorien: 14,4 kcal
- Eiweiß: 0,1 g
- Fett: 0 g
- Natrium: 1,2 mg
Ein Detail, das mir sehr gut gefällt, ist, dass braingood die mehr als 30 Milliarden KBE bis zum Ablaufdatum garantiert und nicht zum Zeitpunkt der Herstellung. Die International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics zählt es ausdrücklich zu den Qualitätsproblemen der Branche, wenn Produkte die angegebene KBE-Zahl nicht bis zum Ende der Haltbarkeit liefern (ISAPP, "The ISAPP quick guide to probiotics for health professionals" 1). Bakterienkulturen sterben über die Lagerzeit nun einmal ab, deshalb ist der Bezugspunkt dieser Angabe entscheidend. braingood gibt eine Mindesthaltbarkeit von 24 Monaten an und verweist auf Stabilitätstests.
Auch die Herkunftsangaben sind ungewöhnlich detailliert. Die Kulturen werden in Frankreich oder Kanada kultiviert, das Inulin stammt aus Chicorée-Pflanzen aus Belgien oder Chile, die Fructooligosaccharide aus Zuckerrüben aus EU-Ländern, das Magnesiumglycerophosphat aus einer Mine in Frankreich, das Maltodextrin aus gentechnikfreiem Mais, ebenfalls aus Frankreich. braingood kontrolliert jede Charge auf Schwermetalle, Rückstände von 659 Pestiziden und mikrobiologische Parameter (braingood Inhaltsstoffe).
Zum veganen Status: Die britische Vegan Society hat BioMe+ als vegan zertifiziert. Das Zertifikat ist auf der Produktseite als PDF hinterlegt 2. Das Produkt ist zudem glutenfrei, laktosefrei, frei von den kennzeichnungspflichtigen Allergenen und gentechnikfrei.
Magnesiumglycerophosphat ist eine in der EU für Nahrungsergänzungsmittel zugelassene Magnesiumverbindung (Richtlinie 2002/46/EG, Anhang II 3). Die 60 mg entsprechen rund 16 Prozent der Referenzmenge von 375 mg, was die Angabe "Magnesiumquelle" rechtfertigt. Für Magnesium gibt es im Gegensatz zu den Bakterienkulturen tatsächlich zugelassene gesundheitsbezogene Angaben, unter anderem zur normalen Funktion des Nervensystems, zur normalen psychischen Funktion und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung.
Und jetzt noch ein paar Punkte, bei denen ich für euch sehr genau hingeschaut habe:
Eine Angabe wünsche ich mir noch, nämlich die Stammbezeichnungen. Auf der Produktseite stehen Gattung und Art, also zum Beispiel "Lactobacillus helveticus". Bei Bakterienkulturen lohnt sich zusätzlich der Blick auf die dritte Ebene, den Stamm. Studien werden immer mit einem ganz bestimmten Stamm durchgeführt, und was für Lactobacillus rhamnosus GG gezeigt wurde, gilt nicht automatisch für jeden anderen Lactobacillus rhamnosus. Die Fachwelt empfiehlt deshalb, die vollständige Stammbezeichnung mit Sammlungsnummer aufs Etikett zu schreiben (Binda et al., Frontiers in Microbiology 20204).
Ein gutes Zeichen finde ich, dass die von braingood verlinkten Studien teils ausdrücklich mit Lactobacillus helveticus R0052 und Bifidobacterium longum R0175 gearbeitet haben. Das sind zwei ausgesprochen gut dokumentierte Stämme. Ob genau sie im Sachet stecken, steht auf der Seite bisher nicht. Für mich wäre das die schönste Ergänzung, weil die Transparenz an allen anderen Stellen schon so weit geht.
Dasselbe gilt für die Einzeldosen pro Stamm. braingood gibt die Gesamtsumme von über 30 Milliarden KBE an, und die ist für ein tägliches Synbiotikum großzügig bemessen. Wie sie sich auf die fünf Kulturen verteilt, erfährt man bisher nicht, und bei einer Mischung finde ich diese Aufschlüsselung spannend, weil sie zeigt, welche Rolle jeder Stamm in der Rezeptur spielt.
Die 2,5 Gramm Ballaststoffe erfüllen hier einen eigenen Zweck. Das Produkt trägt die Nährwertangabe "hoher Ballaststoffgehalt", die sich rechtlich auf 100 Gramm Produkt bezieht und damit korrekt geführt ist. Die einzige zugelassene gesundheitsbezogene Angabe zu Chicorée-Inulin setzt allerdings 12 Gramm natives Chicorée-Inulin am Tag voraus (Verordnung (EU) 2015/2314 5). So viel steckt nicht in einem Sachet. Inulin und FOS dienen hier als Futter für die Kulturen, und dafür ist die Menge stimmig gewählt. Für eure tägliche Ballaststoffversorgung bleiben also weiterhin Gemüse und Vollkornprodukte zuständig. Darauf solltet ihr aber ohnehin niemals verzichten.
Bei einer Fructoseintoleranz lohnt sich ein genauer Blick. braingood weist von sich aus darauf hin und auch in den Kundenrezensionen auf der Produktseite kommt das Thema zur Sprache. Wenn ihr Fructose oder Sorbit schlecht vertragt, kennt ihr das Gefühl vermutlich schon und spürt Inulin und FOS entsprechend. Besprecht die Einnahme dann am besten vorab mit eurem*r Ärzt*in.
braingood BOOST+ im Test

BOOST+ kommt als 25-Milliliter-Shot. In einer Packung findet ihr 15 Stück davon. Die Einnahme ist sogar noch einfacher als bei den Sachets. Ihr schüttelt die Fläschchen einmal kurz und trinkt sie. Fertig. Ein Shot enthält 80 mg natürliches Koffein aus Guarana. Das ist ungefähr so viel wie eine Tasse Kaffee.
Hier kann ich tatsächlich auch noch mehr aus eigener Erfahrung berichten. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Wirkung akut ist und sich damit einwandfrei beurteilen lässt. Hier also mein Eindruck: Die Shots machen tatsächlich wach. Was bei mir wegfällt, ist dieses sich getrieben fühlen, das ich von klassischen Energy Drinks kenne. Ihr wisst schon, dieses leicht zappelige Gefühl, bei dem der Kopf zwar irgendwie insgesamt schneller läuft, die Konzentration aber gefühlt nicht hinterherkommt. Mit BOOST+ fühle ich mich hingegen schön fokussiert und nicht zu stark angeregt. Für mich ist das der entscheidende Unterschied im Alltag. Fürs Schreiben benötige ich nämlich eine ruhige Wachheit und keinen heftigen Adrenalinschub.
Woran dieser für mich persönlich positive Effekt liegt, kann ich nur vermuten. Vermutlich hat es vorwiegend mit der Dosis zu tun, denn 80 mg sind deutlich weniger, als in vielen Energy Drinks enthalten sind. Es könnte auch an der Matrix liegen, in der das Koffein steckt. Guarana schreibt man häufig eine langsamere Freisetzung zu, wobei die Studienlage dazu weniger eindeutig ist, als die Werbung uns oft signalisiert. Eine systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse hält ausdrücklich fest, dass unklar bleibt, ob beobachtete Effekte auf das Koffein oder auf andere Bestandteile des Guarana zurückgehen und dass direkte Vergleiche bei gleicher Koffeindosis bisher fehlen (Hack et al., Nutrients 2023 6). Hinzu kommt auch noch, dass ein Shot ohne die großen Zuckermengen eines Energy Drinks auskommt und damit der unangenehme Zuckerabsturz zwei Stunden später ausbleibt.
Der Geschmack des Produkts ist intensiv beerig, mit einer natürlichen Süße aus der Holunderbeere. Das ist deutlich präsenter als beim geschmacksneutralen BioMe+ und für meinen Geschmack sehr angenehm.
braingood gibt an, dass die Wirkung nach 15 bis 30 Minuten einsetzt und drei bis fünf Stunden anhält. Das deckt sich grob mit dem, was ich gemerkt habe. Solche Zeitangaben hängen bei Koffein jedoch stark vom individuellen Stoffwechsel ab und können von Person zu Person unterschiedlich ausfallen.
Achtung: BOOST+ ist ausschließlich für Erwachsene bestimmt. Die EFSA sieht bei gesunden Erwachsenen bis zu 400 mg Koffein am Tag aus allen Quellen als unbedenklich an, in Schwangerschaft und Stillzeit bis zu 200 mg am Tag, und für Einzeldosen nennt sie 200 mg als unbedenkliche Obergrenze. Rechnet euren Kaffee, euren Tee und eure Cola also mit ein.
BOOST+ jetzt im braingood Shop checken!
Die Inhaltsstoffe von BOOST+ im Detail

Die Zutatenliste von BOOST+ lautet::
- Wasser
- Glucosemonohydrat
- Buchweizenkeimpulver
- Guaranaextrakt
- Holunderbeerenextrakt
- Glycerin
- natürliches Aroma
- Verdickungsmittel Xanthan
- Konservierungsmittel Natriumbenzoat
- Emulgator Saccharose-Fettsäureester
Pro Shot à 25 ml nehmt ihr zu euch:
- Koffein: 80 mg (aus Guarana)
- Kalorien: 48,69 kcal / 206,86 kJ
- Kohlenhydrate: 3,5 g
- Eiweiß: 0,15 g
- Fett: 0,03 g
- Salz: 0,02 g
Die vier wichtigsten Inhaltsstoffe im Detail:
- Guarana-Extrakt: Die Samen stammen aus Brasilien. Guarana ist hier schlicht die Koffeinquelle, und Koffein ist eine der am besten untersuchten psychoaktiven Substanzen überhaupt. Dass es wach macht, ist unstrittig. Auf der Produktseite ist der Koffeingehalt angegeben, die Menge des Extrakts selbst nicht. Für die Einordnung im Alltag sind die 80 mg Koffein ohnehin die Zahl, auf die es ankommt.
- Holunderbeer-Extrakt: braingood verwendet ElderCraft, eine lizenzierte Marke der Südtiroler Firma iprona, hergestellt aus der österreichischen Haschberg-Sorte des Schwarzen Holunders und ohne chemische Lösungsmittel gewonnen. Das ist ein hochwertiger und gut dokumentierter Rohstoff, und ich finde es schön, dass braingood hier nicht am Ausgangsmaterial spart. Die klinische Forschung zu ElderCraft dreht sich bisher vor allem um Atemwegsinfekte und Immunfunktion, etwa um eine verkürzte Erkältungsdauer bei Langstreckenflügen (Nutraceuticals World, Iprona Introduces ElderCraft Black Elderberry Extracts7). Für die kognitive Seite lohnt daher ein Blick auf die Anthocyane allgemein.
- Anthocyane: Für Anthocyane allgemein gibt es belegbare Daten zu Kognition und Gefäßfunktion. Ein systematischer Review über 20 randomisierte kontrollierte Studien fand positive Effekte auf verbales Gedächtnis und Arbeitsgedächtnis, teilweise gestützt durch erhöhte Durchblutung in den entsprechenden Hirnregionen im funktionellen MRT. Bei Blutdruck und Endothelmarkern waren die Ergebnisse uneinheitlich (Ellis et al., Molecular Nutrition & Food Research 2024 8). Die dort untersuchten Mengen lagen oft im Bereich von 69 bis 226 mg Anthocyanen aus Säften, und die Effekte zeigten sich meist über Wochen, nicht nach einem einzelnen Shot. Wie viel Anthocyan in einem BOOST+ steckt, gibt braingood bisher nicht an. Das wäre die Zahl, mit der sich der Beitrag des Holunderbeer-Extrakts genauer einordnen ließe. Bisher habe ich sie auf der Webseite nicht gefunden, aber was nicht ist, kann ja noch werden, und ich muss zugeben, ich gehe hier schon sehr tief ins Detail.
- Buchweizenkeimpulver: Buchweizenkeimpulver soll die Vitamine B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9 und B12 liefern. Der Buchweizen dafür wächst in Österreich. Ein Detail dazu finde ich spannend, weil es in der Werbung für solche Rohstoffe selten erklärt wird. Pflanzen bilden von sich aus kein Vitamin B12, Buchweizen also auch nicht. Bei den gängigen Buchweizenkeim-Rohstoffen wachsen die Sprossen deshalb in einer Nährlösung, die die B-Vitamine samt mikrobiell erzeugtem B12 enthält, und die Keimlinge lagern sie in ihr Gewebe ein. Das ist ein sauberes Verfahren und liefert vegane B-Vitamine in pflanzlicher Matrix. Einordnen würde ich das Ergebnis als Anreicherung. braingood formuliert das auf der Produktseite übrigens korrekt und spricht von einem gekeimten Buchweizenkomplex "mit den Vitaminen" B1 bis B12.
Zum veganen Status: BOOST+ ist als vegan gekennzeichnet. Inhaltsstoffe wie Saccharose-Fettsäureester (E473), Natriumbenzoat und Xanthan werden pflanzlich, genauer gesagt mikrobiell, gewonnen, ihr müsst sie also nicht einzeln nachschlagen.
Das sagen die Studien

braingood macht etwas sehr Positives: Auf einer eigenen Wissenschaftsseite sind zwölf klinische und fünf nichtklinische Studien mit direktem Link zu PubMed aufgeführt (braingood, BioMe+ Science 9). Das ist mehr Transparenz, als ich sie von den meisten Supplement-Marken kenne. Ich finde, es macht Gegenprüfen überhaupt erst möglich, und genau das habe ich natürlich für euch getan.
Zentral geht es um folgende Studien:
Eine doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Cross-over-Studie mit 22 gesunden Erwachsenen über vier Wochen fand nach Gabe einer Mischung aus Bifidobacterium longum, Lactobacillus helveticus und Lactiplantibacillus plantarum Veränderungen der Hirnmorphologie und der Konnektivität im Ruhezustand sowie Verbesserungen bei Depressivität, Angst und Schlaf (Cells 2022 10).
Eine placebokontrollierte Studie mit 110 Teilnehmenden mit leichter bis mittelschwerer Depression zeigte über acht Wochen einen signifikanten Rückgang im Beck-Depressions-Inventar, wenn Bifidobacterium longum und Lactobacillus helveticus zusätzlich zu Antidepressiva eingenommen wurden (Clinical Nutrition 2019 11).
Die viel zitierte Arbeit von Messaoudi und Kolleg*innen mit 66 gesunden Probanden über 30 Tage fand Verbesserungen bei Somatisierung, Depression und Ärger sowie eine Senkung des freien Cortisols im Urin (British Journal of Nutrition 201112).
Eine Studie mit 72 Personen mit alltäglichem Stress zeigte über drei Wochen eine deutliche Reduktion stressbedingter Magen-Darm-Beschwerden (Nutrition Research 200813).
Das ist eine gute Basis. Damit ihr die Studien gut einordnen könnt, gebe ich euch noch ein paar Hinweise mit. Die meisten davon gelten für Ernährungsforschung insgesamt und sind keine Besonderheit von braingood.
Die Teilnehmerzahlen sind überschaubar. 22, 66, 72 und 110 Personen. Für Ernährungsstudien sind das ganz normale Größenordnungen. Sie zeigen, dass ein Effekt messbar war, und lassen offen, wie deutlich er bei euch persönlich ausfällt.
Die Dosierungen unterscheiden sich. Mehrere der zitierten Studien arbeiteten mit 3 Milliarden KBE, eine mit 10 Milliarden. BioMe+ liefert über 30 Milliarden. Bei Bakterienkulturen bedeutet "mehr "nicht automatisch "stärker", insofern ist die höhere Dosis eine eigene Entscheidung der Rezeptur.
Nicht jede Studie zielt auf Kopfarbeit. In der Liste stehen auch Untersuchungen zur Rotavirus-Gastroenteritis bei Kleinkindern, zur Helicobacter-pylori-Eradikation und zur Hautqualität. Sie zeigen, wie breit diese Bakterienarten erforscht sind, und sagen wenig darüber, wie konzentriert ihr am Schreibtisch sitzt.
Die Studien beziehen sich auf die einzelnen Kulturen. Untersucht wurden die verwendeten Stämme und Kombinationen, BioMe+ führt sie in seiner eigenen Zusammensetzung zusammen. Das ist bei Nahrungsergänzungsmitteln der Normalfall, weil Studien am fertigen Produkt aufwendig und teuer sind.
Das gilt in Deutschland für Nahrungsergänzungsmittel

Dieser Abschnitt ist mir wichtig, weil er für alle Supplement-Artikel gilt, die ihr im Netz lest, und nicht nur für braingood.
Wie schon erwähnt, sind Nahrungsergänzungsmittel rechtlich Lebensmittel. Das bedeutet, dass sie kein Zulassungsverfahren durchlaufen. Vor dem ersten Inverkehrbringen müssen sie in Deutschland lediglich beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit angezeigt werden, und das BVL prüft diese Anzeige ausschließlich auf Vollständigkeit. Für Sicherheit und Rechtskonformität sind die Unternehmen selbst verantwortlich, kontrolliert wird stichprobenartig durch die Länderbehörden, wenn die Produkte bereits im Handel sind (BVL, Nahrungsergänzungsmittel 14).
Krankheitsbezogene Werbung ist für Lebensmittel generell verboten (Artikel 7 der Lebensmittelinformationsverordnung). Gesundheitsbezogene Angaben müssen nach der Health-Claims-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 geprüft und in die Unionsliste aufgenommen sein.
Für die beiden braingood-Produkte bedeutet das konkret:
- Bakterienkulturen: Zu Bakterienkulturen gibt es in der EU keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe. Der Bundesgerichtshof entschied 2014 sogar, dass bereits die Begriffe "Probiotik" und "Praebiotik" gesundheitsbezogene Angaben im Sinne der Verordnung darstellen, weil Verbraucher*innen damit eine Wirkung auf Darmfunktion und Abwehrkräfte verbinden (BGH, Urteil vom 26.02.2014, Az. I ZR 178/1215). Die Verbraucherzentralen führen den Begriff "Probiotika" deshalb inzwischen als "Lebensmittel mit speziellen Bakterienkulturen".
- Koffein: Zu Koffein ist ebenfalls keine Angabe zugelassen. Die EFSA hatte fünf Koffein-Claims positiv bewertet, die Zulassungsverordnung scheiterte dann am Veto des Europäischen Parlaments. Die Angaben gelten seitdem als "on hold" und bewegen sich in einer Grauzone. Das Landgericht Hamburg hat einem Hersteller von Energy-Drink-Pulver die Werbung mit Konzentrations- und Leistungsfähigkeit untersagt, unter anderem weil sich die Aussagen auf das Getränk insgesamt bezogen und nicht auf einen zugelassenen Nährstoff (vzbv 16).
- Pflanzenextrakte: Zu Pflanzenextrakten wie Holunderbeere sind die meisten Angaben seit Jahren "on hold". Die EFSA-Bewertung der sogenannten Botanicals wurde nie abgeschlossen.
- Magnesium und B-Vitamine: Zugelassen sind dagegen die Angaben zu Magnesium und zu den B-Vitaminen, etwa zur normalen Funktion des Nervensystems, zur normalen psychischen Funktion und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung (Verordnung (EU) Nr. 432/2012).
Für Produkte mit Bakterienkulturen, Koffein und Pflanzenextrakten heißt das, dass sich Aussagen zu Stimmung, Stress oder Fokus in der gesamten Branche in einem Bereich bewegen, den der EU-Gesetzgeber bisher nicht abschließend geregelt hat. Das gilt für jede Marke gleichermaßen und sagt nichts darüber aus, ob an einer Wirkung etwas dran ist. Die zitierten Studien sprechen ja durchaus dafür. Ob euch darüber hinaus ein behördliches Prüfsiegel wichtig ist, entscheidet ihr selbst. Ich wollte es nur nicht ungesagt lassen, weil dieser Punkt leider häufig untergeht.
Positiv aufgefallen ist mir in diesem Zusammenhang, dass der Pflicht-Hinweis, dass Nahrungsergänzungsmittel kein Ersatz für eine abwechslungsreiche Ernährung sind, bei braingood im Footer jeder Unterseite steht. Ich nehme die Marke insgesamt als sehr transparent wahr, und dieser Punkt trägt auf jeden Fall dazu bei. Weitere Beispiele dafür:
- Die Koffeinhinweise zur EFSA-Höchstmenge und zu Schwangerschaft und Stillzeit stehen direkt bei der Anwendungsempfehlung.
- Die Kontraindikationen für Bakterienkulturen bei Frühgeborenen, immungeschwächten und schwer erkrankten Menschen werden nach den ISAPP-Richtlinien benannt.
Preis, Abo und Alltagstauglichkeit

BioMe+ kostet 69,99 Euro für 30 Sachets. Das sind pro Portion 2,33 Euro. Bei täglicher Einnahme sind das rund 70 Euro pro Monat und etwa 840 Euro im Jahr. Wenn ihr euch für ein Abo entscheidet, erhaltet ihr 10 Prozent Rabatt und eine Drei-Monats-Kur als Bundle.
BOOST+ kostet 54,99 Euro für 15 Shots, sprich 3,67 Euro pro Shot. Die praktischen 15-Stück-Packungen könnt ihr ganz einfach über den braingood Onlineshop bestellen und sie euch für die Momente hinlegen, in denen ihr euch eine zusätzliche Dosis Guarana, Koffein und Energie mit Holunderbeergeschmack wünscht.
Tipp: Ab 100 Euro Einkaufswert spart ihr euch die Versandkosten. braingood liefert nach Deutschland, Österreich, Italien, in die Schweiz und nach Liechtenstein.
Beide Produkte funktionieren für mich zu Hause und unterwegs hervorragend. Sogar der Punkt, BioMe+ im Abstand von zwei Stunden zu Mahlzeiten einzunehmen, hat sich bei mir als positiv erwiesen. In einer stressigen Phase hat es mir nämlich geholfen, regelmäßig zu essen, statt das Mittagessen einfach ausfallen zu lassen, um produktiver zu sein. Mit ein bisschen Planung bekommt ihr beides gut in euren Tagesablauf eingebaut. Und ihr solltet euch auch nicht allzu sehr stressen. Immerhin steht auf der Webseite von braingood ein Satz, der mich am Anfang tatsächlich sehr motiviert hat. Vor allem, weil ich darüber schmunzeln musste:
"Und keine Sorge! Wenn du es nur auf einem vollen Magen einnehmen kannst oder nach isst, wirst du trotzdem eine gute Wirkung erzielen. Denn es ist in jedem Fall besser, es auf einem vollen Magen zu nehmen, als es gar nicht zu nehmen."
Das klingt doch sympathisch, oder? Hier noch ein weiterer Tipp, der für mich besonders wichtig war, da ich hin und wieder gerne Getränke mit Kohlensäure zu mir nehme:
"Wir empfehlen, BioMe+ mit Wasser zu mischen, um die besten Ergebnisse zu erzielen, aber du kannst auch Kokoswasser, Säfte oder Milch ausprobieren. Für die besten Ergebnisse solltest du jedoch heiße Getränke wie Kaffee oder Tee sowie säurehaltige Getränke wie Orangensaft oder Sprudelwasser vermeiden. Heiße Getränke oder kohlensäurehaltige/säurehaltige Getränke können die Probiotika schädigen und BioMe+ weniger effektiv machen."
Das ist braingood
Hinter braingood steht die Green Beat Nutrition GmbH aus dem österreichischen Graz (braingood Impressum). Chris Kauffmann ist Mitgründer und CEO, Gary Giles Mitgründer und Berater, Alfonso Rodriguez Chief Operations Officer, Vanessa Gatelein Chief Content Officer. Die wissenschaftliche Seite verantwortet Privatdozent Mag. DDr. Manfred Lamprecht als Mitgründer und Chief Science Officer, unterstützt von dem Biochemiker und Molekularbiologen Tobias Ziegler, der Molekularbiologin Jana Traby und der Sport- und Ernährungswissenschaftlerin Nathalie Schöffmann (braingood "Über uns").
Manfred Lamprecht ist Privatdozent für Physiologie an der Medizinischen Universität Graz, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Sporternährung, Mitherausgeber eines Lehrbuchs der Sporternährung und Gutachter für zahlreiche Fachzeitschriften (Universität Graz, Die 7. Fakultät 17). Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem bei Mikro- und Phytonährstoffen und bei belastungsinduzierten Darmwandfunktionsstörungen, also tatsächlich in dem Feld, um das es hier geht.
braingood arbeitet mit dem Green Beat Institute for Nutrient Research zusammen. Laut braingood sichert die österreichische Forschungseinrichtung die Formulierungen der Produkte wissenschaftlich ab. Das Green Beat Institut für Nährstoff-Forschung und Sporternährung ist ein privates Forschungs-, Bildungs- und Beratungsunternehmen, dessen Eigentümer und Leiter ebenfalls Manfred Lamprecht ist. Seinen Sitz hat es ebenfalls in Graz (Green Beat, Impressum 18).
Tipp: Neu und noch im Beta-Stadium ist der KI-Chatbot Dr. braingood. Er beantwortet euch auf der braingood Webseite Fragen zum Mikrobiom und zur Darm-Hirn-Achse.
Für wen die braingood Produkte gemacht sind
BioMe+ ist interessant für euch, wenn ihr ohnehin mit Bakterienkulturen arbeiten wollt, Wert auf nachvollziehbare Herkunft und chargenweise Prüfung legt, ein Pulver einer Kapsel vorzieht und ein Produkt sucht, dessen KBE-Zahl bis zum Ablaufdatum garantiert wird. Die vegane Zertifizierung durch die Vegan Society ist ein großer Pluspunkt.
BOOST+ könnte das passende Produkt für euch sein, wenn ihr eine moderat dosierte, gut portionierbare Koffeinquelle sucht, mit klassischen Energy Drinks bisher keine guten Erfahrungen gemacht habt und euch eine ruhigere, aber sofort spürbare Wachheit wünscht.
Hinweis: Wenn ihr schwanger seid, stillt, Medikamente einnehmt oder ein geschwächtes Immunsystem habt, klärt die Einnahme bitte vorher ärztlich ab."
Fazit: BioMe+ und BOOST+ überzeugen!
Ich bin mit einer gesunden Portion Skepsis in diesen Test gegangen. Vor allem weil die Darm-Hirn-Achse derzeit das große Thema der Supplement-Branche ist. Umso mehr freut es mich, dass ich euch beide Produkte am Ende mit richtig gutem Gefühl empfehlen kann.
Die Shots machen schön wach, ohne das Hibbelige, das ich von Energy Drinks kenne. Ich fühle mich damit fokussiert und angenehm klar. Genau, was ich beim Schreiben brauche. Die Sachets vertrage ich ausgesprochen gut, sie schmecken gut und ich kann sie mir problemlos als tägliche Routine über einen längeren Zeitraum vorstellen. Beides ist zu 100 Prozent vegan und BioMe+ sogar zusätzlich von der Vegan Society zertifiziert.
Über meine persönlichen Erfahrungen hinaus hat mich überzeugt, wie braingood arbeitet. Die zugehörigen Studien sind verlinkt und ihr könnt ganz einfach nachlesen, wenn ihr etwas genauer wissen wollt. Die Herkunft der Rohstoffe ist bis zum Anbauland aufgeschlüsselt. Die garantierte KBE-Zahl gilt bis zum Ablaufdatum. Die Hinweise zu Koffein und zur Verträglichkeit findet ihr sofort. Insgesamt gefällt mir die Offenheit bei braingood sehr. Sie ist in der Branche selten und für mich einer der Hauptgründe, warum ich euch die Produkte hier mit gutem Gewissen vorstelle.
Wenn ihr eure Routine um ein Synbiotikum ergänzen möchtet oder einen Wachmacher sucht, der euch nicht überdreht, kann ich euch BioMe+ und BOOST+ ans Herz legen. Ich bleibe auf jeden Fall dran und bin gespannt, was von braingood in Zukunft noch kommt.
Hinweis: Nahrungsergänzungsmittel sind keine Medikamente. Die Darm-Hirn-Achse ist kein Schalter, den ein Sachet umlegt. Wenn euch Stress, Stimmung, Schlaf oder Verdauung über längere Zeit zu schaffen machen, gehört das in ärztliche Hände.
- 1.
- 2.
- 3.
- 4.
- 5.
- 6.
- 7.
- 8.
- 9.
- 10.
- 11.
- 12.
- 13.
- 14.
- 15.
- 16.
- 17.
- 18.
Dieser Beitrag enthält Werbung & Affiliate-Links. Die Produkte wurden mir kostenfrei zur Verfügung gestellt.Der Inhalt und meine Meinung wurden dadurch nicht beeinflusst. Infos zum Thema Werbekennzeichnung in meinem Blog findet Ihr auf meiner Transparenz-Seite.



