"Menschliche Arroganz ist eine Quelle von Konflikt und unnötiger Zerstörung"
Velcro Dog über "Fjord Noir": Depression, schwarzer Humor und die Hunde, die uns nie von der Seite weichen

Manche Alben über schwere Zeiten versuchen, diese direkt an Ort und Stelle aus dem Weg zu räumen. "Fjord Noir" von Velcro Dog traut sich, andere Wege zu gehen. Tony Gonzalez aka Velcro Dog hat sein zweites Album über zwei wirklich schwierige Jahre geschrieben. Doch statt dabei den Versuch zu unternehmen, die Dunkelheit zu glätten, halten die Songs sie ehrlich und ohne wegzusehen aus. Was mich dabei besonders überrascht hat, ist, wie viel Platz dennoch für Wärme bleibt. Es ist diese ganz intensive und zugleich fragile Art von schwarzem Humor, die zu Menschen hinwill und nicht von ihnen weg, die diese Platte so besonders macht.
Am 3. September 2026 veröffentlicht Velcro Dog den neuen Song "I'll Stick to Fiction" auf Westergaard Records. Es ist die dritte Vorauskopplung des kommenden Albums "Fjord Noir".
Einige von euch kennen den Songwriter Tony Gonzalez vielleicht schon von seinen anderen Projekten Barren Womb, Oma Desala oder Twin Serpent. Sein Soloprojekt Velcro Dog entstand aus dem Bedürfnis heraus, sich alten wie neuen Geistern zu stellen. Es tastet sich seither durch die dunklen Ränder von Folk, Americana und Country. Wie oft bei Platten, die als "dunkel und ruhig" beschrieben werden, bin ich zuerst vorsichtig rangegangen. Innerlich schon gewappnet für etwas, das mich auf Abstand halten würde. Doch dieser Abstand stellte sich niemals ein. Tony macht das Gegenteil. Er hat dafür ein eigenes Genre namens Fjord Noir erschaffen und es mit Cello, Chören und einer Offenheit über mentale Gesundheit gefüllt, die sich wie eine Einladung anfühlt und nicht wie eine Inszenierung.
Ich habe ihn interviewt, und wir haben darüber gesprochen, wie viel Vertrauen dazugehört, der Familie für einen so persönlichen Song die Kamera zu geben. Über die Sorge um eine Partnerin, die sonst selbst der Halt ist, über den Tausch einer ganzen CD-Sammlung gegen den rohen Sog von Vinyl und über eine Welt, die mit weniger menschlicher Arroganz sanfter sein könnte. Meine Hündin lag übrigens die ganze Zeit über auf meinem Schoß. Ich wünsche euch viel Vergnügen mit dem Interview.
Anne: Hi! Wie geht es dir heute? Danke, dass du dir die Zeit für dieses Gespräch nimmst!
Tony: Die Freude ist ganz meinerseits. Ich freue mich darauf, von dir interviewt zu werden!
Anne: Dein neues Video ist eine echte Familienangelegenheit. Deine Partnerin, deine Neffen und deine Schwiegerfamilie haben die bunten Clips gefilmt, während du allein in Schwarz-Weiß auftrittst und Multiplayer-Brettspiele gegen dich selbst spielst. Wie hat es sich angefühlt, die Kamera für einen Song über Depression und das Verpassen des Lebens an die Menschen zu übergeben, die dir am nächsten stehen?
Tony: Es ist mir sehr schwergefallen, mich den Menschen, die mir am nächsten stehen, gegenüber meiner inneren Dunkelheit zu öffnen. Aber einer der wichtigsten Zwecke von Velcro Dog ist genau diese Transparenz rund um mentale Gesundheit. Deshalb ist es ziemlich symbolisch, dass meine erweiterte Familie die fröhlichen, bunten Teile des Videos gedreht hat, während ich in den düstereren Szenen zu sehen bin.
Anne: "Fjord Noir" begann als verspieltes Etikett für deinen Sound und ist nun zum Titel deines zweiten Albums geworden. Was bedeutet es dir, ein ganzes Album nach einem Genre zu benennen, das du dir im Grunde selbst erfunden hast?
Tony: Da ich hauptsächlich aus dem Rock und Metal komme, bin ich in Americana, Folk und verwandten Genres nicht gerade bewandert. Deshalb fühlte es sich ein bisschen unaufrichtig an, meine Musik in diese großen Traditionen hineinzuquetschen. Um das Problem zu umgehen, habe ich mich entschieden, stattdessen mein eigenes Etikett zu erschaffen, das zu dunkler und ruhiger Küstenmusik passt. Der Velcro-Dog-Sound fühlt sich mittlerweile genug nach seinem eigenen Ding an, sodass es sich richtig anfühlte, das Album "Fjord Noir" zu nennen.
"Der Zweck des Songschreibens war einfach, zu versuchen, zu heilen"

Anne: Du hast "Fjord Noir" während einer zweijährigen Phase geschrieben, die von einer sich verschlechternden psychischen Gesundheit geprägt war. Gab es in diesen zwei Jahren einen Moment, in dem dir klar wurde, dass aus diesen Songs ein Album wird, und hat dir diese Erkenntnis geholfen?
Tony: Ich scheine immer mit dem Ziel loszuzuziehen, ein Album zu machen, das ein Nebenprodukt davon ist, dass ich sowohl Träumer als auch Langzeitplaner bin. Aber der Prozess ist viel weniger kalkuliert, als man vielleicht denken würde. In diesem Fall war der Zweck des Songschreibens einfach, zu versuchen, eine Menge negativer Gefühle und alter Wunden zu heilen. Als ich etwa eine Handvoll Songs hatte, habe ich von dort aus ein Album skizziert.
Anne: Auf dem Album gibt es einen Liebesbrief an Trondheim, obwohl du ursprünglich aus Narvik kommst. Was ist es an Trondheim, das dich dazu gebracht hat, ihm mitten in all dieser Dunkelheit einen Liebesbrief zu schreiben?
Tony: Trondheim ist ein Ort mit einer wirklich rebellischen Persönlichkeit. Die Stadt ist intensiv, wild und unberechenbar und durchläuft oft alle vier Jahreszeiten innerhalb einer halben Stunde. Außerdem ist sie eine der größten Städte Norwegens und schafft es trotzdem, intim und einladend zu wirken. Einfach gesagt: Für mich gibt es auf der ganzen Welt keinen Ort, der so schön ist wie Trondheim.
Anne: Im Vergleich zu deinem reduzierten Debüt "Misanthropology" bietet das neue Album Chöre, Streicher und Cello-Arrangements von Live Sunniva Smidt. Wie hast du entschieden, wie groß diese Songs werden durften, ohne die intime Velcro-Dog-Atmosphäre zu verlieren?
Tony: Ich neige immer dazu, minimalistisch zu komponieren und zu arrangieren, damit ich die Kernidee eines Stücks nicht mit unnötigem Ballast verdecke. Ich wusste, dass ich Streicher auf diesem Album haben wollte, um ihm ein cinematischeres Gefühl zu geben. Deshalb habe ich während des gesamten Schreibprozesses sorgfältig die Songs markiert, die von dieser Behandlung profitieren könnten. Diese Auswahl habe ich dann an Live übergeben, damit sie mit so wenig Einmischung von meiner Seite wie möglich ihre Magie wirken lassen konnte.
Tony: Obwohl ich noch nie zuvor mit Live gearbeitet hatte, wusste ich, wozu sie fähig ist, und die Cello-Arrangements, die sie sich ausgedacht hat, haben mich komplett umgehauen. Sie heben die Songs so sehr an und nehmen der Intimität des Materials trotzdem nichts. Ihr Talent ist mindestens planetengroß, und ich bin so dankbar für ihre Beiträge auf diesem Album.
Anne: "Stranded on Trash Island" ist so ein einprägsamer Titel. Meine Fantasie hat sofort angefangen, mir Bilder zu zeigen. Möchtest du mir die Geschichte hinter diesem Song erzählen?
Tony: Der Titel ist eine Hommage an Wes Andersons "Isle of Dogs", einen absurden Film, in dem alle japanischen Hunde auf eine Mülldeponie namens "Trash Island" verbannt werden.
Vor ein paar Jahren hatte meine Partnerin, die mein Fels ist, schwer unter dem Gewicht ihrer eigenen schwarzen Wolken zu kämpfen, sodass ich mich um diejenige kümmern musste, die sonst immer für mich da ist. Der Song handelt im Grunde davon, was passiert, wenn dein Fels selbst am Boden ist.
"Wo die Depression Isolation sucht, sucht der Humor Verbindung"

Anne: Dein aktueller Pressetext merkt an, dass es auf "Fjord Noir" trotz allem Platz für schwarzen Humor gibt. Wo genau sollten wir darauf hören, und wie wichtig ist Humor für dich, wenn du über schwere Themen schreibst?
Tony: Ich finde, ein gut platziertes Wortspiel ist absolut entscheidend, um schwere Themen wie die, über die ich schreibe, zu entschärfen. Wo die Depression Isolation sucht, sucht der Humor Verbindung, . Deshalb ist er für mich wirklich eine großartige Möglichkeit, diese düsteren Fragmente zusammenzukleben. Es gibt überall auf dem Album Spritzer von schwarzem Humor, aber "Concrete Kisses", "Thirteen to the Dozen" und "The Gonzo Futurist Manifesto" sind vielleicht ein bisschen leichtfüßiger als der Rest.
Humor ist auch ein wichtiger Teil meiner Liveshow, wo ich ihn zwischen den Songs einsetze, um die allgemeine Stimmung ein paar Stufen über einer regelrechten Beerdigung zu halten.
Anne: Zwischen Barren Womb, Twin Serpent, Oma Desala und Velcro Dog deckst du sehr unterschiedliches musikalisches Terrain ab. Wenn du morgens aufwachst, woher weißt du, zu welchem dieser Projekte eine neue Idee gehört?
Tony: Alle Projekte, an denen ich beteiligt bin, sind wirklich sehr verschieden voneinander (Noise Rock, Country Punk, Downtempo-Electronica), mit sehr wenig Überschneidung. Das macht die Aufgabe, zu entscheiden, welche Ideen wohin gehören, zum Glück ziemlich einfach und intuitiv.
Anne: Du hast dein Projekt Velcro Dog genannt, und auf deinem Debüt gibt es einen Song namens "Cone of Shame". Ich muss das für meinen Hund fragen, der hier neben mir sitzt: Steckt hinter diesen Referenzen ein echter Hund, und welche Rolle spielen Tiere in deinem Leben?
Tony: Ein Velcro Dog ist kein Individuum und keine bestimmte Rasse, sondern jeder Hund, der übermäßig anhänglich und ein bisschen neurotisch ist, wenn es darum geht, die Sicherheit seines Rudels zu verlassen. Angesichts der Themen, die ich in diesem Projekt erkunde, schien Velcro Dog der perfekte Namensgeber zu sein.
Ich liebe Tiere und bin mit Hunden aufgewachsen. Während andere Kinder Zeichentrickfilme geschaut haben, habe ich stattdessen meinem größten Helden David Attenborough dabei zugesehen, wie er jedes wunderbare Detail über die Funktionsweise der Natur erklärt hat.
"Es klang roh, organisch und gefährlich"

Anne: Du planst außerdem, "Fjord Noir" am 18. September als limitierte Vinyl-Edition zu veröffentlichen. Als Vinyl-Fan bin ich natürlich neugierig: Was bedeutet dir das physische Format, und gibt es in deiner eigenen Sammlung eine Platte, die geprägt hat, wie du über Alben denkst?
Tony: Da ich meine prägenden Jahre im CD-Zeitalter verbracht habe, bedeutet mir das physische Format die Welt. Ich habe heutzutage nicht mehr so viel Zeit dafür, wie ich gerne hätte, aber es ist etwas wirklich Besonderes, das Album-Artwork zu studieren und die Texte auf der physischen Verpackung zu lesen, während du die Musik hörst. Vielleicht ist es nur die Nostalgie, die aus mir spricht, aber ich glaube, ich würde nie ein Album ohne irgendein physisches Format dazu veröffentlichen.
Was eine Platte angeht, die geprägt hat, wie ich über Alben denke, habe ich eine, die meine Sicht auf das physische Format komplett verändert hat. Als ich Anfang zwanzig anfing, durch Europa zu touren, landeten wir eines Nachts auf einer weindurchtränkten Afterparty im Haus eines Veranstalters, und Orchids selbstbetiteltes Album wurde aufgelegt. Es lief auf Vinyl, einem Format, das ich bis zu diesem Zeitpunkt für ziemlich altmodisch und überholt gehalten hatte, aber diese Erfahrung zwang mich, meine Meinung komplett zu ändern. Es klang roh, organisch und gefährlich. Als ich von dieser Tour nach Hause kam, verkaufte ich meine ganze CD-Sammlung und investierte das Geld in Vinyl.
Anne: Du hast "Fjord Noir" im Piir Studio in Trondheim mit Vebjørn Svanberg Numme aufgenommen und gemischt, der auch auf sechs der Tracks Percussion spielt. Was bringt er ins Velcro-Dog-Universum ein, und wie unterscheidet sich die Arbeit mit ihm davon, allein mit deinen Songs zu sein?
Tony: Die Aufnahme mit Vebjørn war eine absolut fantastische Erfahrung. Er achtet unglaublich auf Details, und wir teilen eine ähnliche Haltung, was das Organischhalten von Sound und Takes angeht. Die Songs waren größtenteils schon ausgearbeitet, als wir mit der Aufnahme begannen, aber er hat viele Produktionsideen beigesteuert und im Grunde den gesamten Sound des Albums geformt. Dass er ein herausragender Schlagzeuger ist, hat dem Prozess auch nicht geschadet.
Ich möchte auch Samuel Lykkås einen Gruß dalassen, der das Piir Studio gemeinsam mit Vebjørn betreibt. Er hat ein paar Tracks mit wirklich schöner E-Gitarren-Ambience versehen und außerdem die Percussion-Aufnahmesessions angeführt, wenn Vebjørn mit Schlagzeugspielen beschäftigt war.
Anne: Alan Douches, dessen Credits von Sufjan Stevens bis Chelsea Wolfe reichen, hat dein Album gemastert. Wie kam diese Zusammenarbeit zustande, und gab es einen Moment, in dem sein Mastering die Art veränderte, wie du deine eigenen Songs gehört hast?
Tony: Ich habe über die Jahre bei verschiedenen Projekten mit Alan gearbeitet, und er hat bei allen hervorragende Arbeit geleistet, . Deshalb fühlte es sich nur natürlich an, ihn auch bei Velcro Dog dabeizuhaben. Der Prozess, den Alan und die anderen Magier*innen der Mastering-Branche der Musik angedeihen lassen, ist in Mystik gehüllt, aber ich bin mir sicher, dass er das Wirken uralter Zaubersprüche, zahlreiche dunkle Rituale und literweise Jungfrauenblut beinhaltet. Auch wenn ich bei den genauen Details ein bisschen im Nebel stehe, weiß ich, dass die Musik am Ende jedes Mal absolut professionell klingt, wenn Alan seine Magie an ihr gewirkt hat.
"Ihre Schnitte sind sehr rhythmisch und musikalisch"
Anne: Karen Gravås, die an gefeierten Produktionen wie "Makta" und "Ninjababy" gearbeitet hat, hat das Video zu "The Gonzo Futurist Manifesto" geschnitten. Wie habt ihr beide zusammengefunden, und was hat ihre Perspektive zu deinem ursprünglichen Konzept beigetragen?
Tony: Ich habe das Glück, Karen, die eine absolut brillante Cutterin ist, als Schwägerin zu haben. Ich wollte schon seit Jahren unbedingt mit ihr arbeiten, und für dieses Video standen die Sterne endlich günstig. Obwohl sie hauptsächlich Filme und Serien macht und keine Musikvideos, ist sie ein großer Musikfan, und das merkt man wirklich, denn ihre Schnitte sind sehr rhythmisch und musikalisch. Sie hat das 8-mm-Material und das von meiner erweiterten Familie gelieferte Material nahtlos mit den Schwarz-Weiß-Szenen von mir verwoben, die von der herausragenden Fotografin Ida Muren Olsen gedreht wurden.
Anne: Du hast erwähnt, dass das Video altes 8-mm-Material neuen bunten Clips gegenüberstellt. Woher stammt dieses 8-mm-Material, und wie war es, es durch die Linse dieses Songs wieder anzusehen?
Tony: Das Material zeigt Karen und ihre Familie aus der Zeit, als sie aufgewachsen ist, also viele Menschen, die mir sehr am Herzen liegen. Ich bin wirklich dankbar, dass sie mich diese schönen Clips verwenden lassen.
Anne: Wenn es eine Sache auf der Welt gäbe, die du ändern könntest: Was wäre es, und warum?
Tony: Ich würde die menschliche Arroganz beseitigen, denn zu glauben, dass wir Eigenschaften besitzen, die uns anderen Menschen und Lebewesen irgendwie überlegen machen, ist einzig und allein eine Quelle von Konflikt und unnötiger Zerstörung. Die Welt wäre ein viel harmonischerer Ort, sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene, ohne sie.
"Ich kann es kaum erwarten, nach Deutschland zurückzukommen"
Anne: Mit all den Songs, die für "Fjord Noir" geschrieben wurden, den Veröffentlichungsplänen für September, dem laufenden Video und all den Interviews und Previews: Was steht als Nächstes für dich an?
Tony: Ab Oktober werde ich intensiv touren, zuerst den Winter über in Norwegen, dann geht es nächstes Jahr nach Mitteleuropa. Ich hatte auf der letzten Tour ein paar wirklich großartige Konzerte in Deutschland. Deshalb kann ich es kaum erwarten, zurückzukommen!
Anne: Nochmals vielen Dank, dass du meine Fragen beantwortet hast! Es war mir eine Freude, mit dir zu sprechen. Ich wünsche dir alles Gute für deine Pläne!
Tony: Danke für das schöne Interview, die Fragen haben mir wirklich Spaß gemacht!nse of humour. The result is music that knows exactly how a bad day feels, and never quite lets go of hope.
Velcro Dog - "I'll Stick to Fiction"
Velcro Dog - "Fjord Noir"
Tourdaten
- 10.09.26 NO Trondheim, Crispin Glover Record Shop (in-store)
- 02.10.26 NO Bodø, Kom heim
- 03.10.26 NO Tromsø, Backbeat (in-store)
- 03.10.26 NO Tromsø, Bastard
- 09.10.26 NO Ringebu, Arnemoen Gard
- 10.10.26 NO Trondheim, Antikvariatet
- 15.10.26 NO Røros, Ungdommens Hus
- 16.10.26 NO Tønsberg, Nidhoggs brønn
- 17.10.26 NO Oslo, Salt
- 13.11.26 NO Evanger, Rongahuset
- 14.11.26 NO Bergen, Rocade (in-store)
- 14.11.26 NO Bergen, Kolonialen
- 20.11.26 NO Lindesnes, Lindesnes fyr
- 21.11.26 NO Kristiansand, Kafé Krank
- 13.02.26 NO Lesja, Lesja Bygdemuseum
Hilfsangebote bei Depressionen
Falls du selbst oder Menschen in deinem Umfeld von Depressionen betroffen sind: Du musst da nicht allein durch. Es gibt Anlaufstellen, die zuhören, kostenlos und, wenn du möchtest, anonym.
Die TelefonSeelsorge ist rund um die Uhr für dich da, kostenfrei unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (auch über 116 123). Neben dem Telefon gibt es dort auch Chat- und Mailberatung auf telefonseelsorge.de.
Das Info-Telefon Depression der Stiftung Deutsche Depressionshilfe berät Betroffene und Angehörige unter 0800 33 44 533, montags, dienstags und donnerstags von 13 bis 17 Uhr sowie mittwochs und freitags von 8:30 bis 12:30 Uhr. Mehr Infos, einen Selbsttest und regionale Hilfsangebote findest du auf deutsche-depressionshilfe.de.
Und wenn du jemanden begleiten möchtest: Du darfst den ersten Schritt ruhig gemeinsam gehen. Biete an, gemeinsam die Nummer zu wählen, beim Anruf danebenzusitzen, eine Nachricht mitzuformulieren oder zu einem Termin mitzukommen. Manchmal ist genau dieses "Ich mache das mit dir zusammen" das, was die erste Kontaktaufnahme überhaupt möglich macht.
Wichtig: Wenn es gerade akut ist und du oder jemand anderes in Gefahr seid, wähle bitte sofort den Notruf 112.



